Das „Maßkrugschieben„ kommt an

Das Wetter zwang die Verantwortlichen die Mietinger Hockete kurzerhand in die Halle zu verlegen. Doch davon ließen sich die zahlreichen Gäste nicht abschrecken und feierten eben „überdacht“ das Mietinger Gartenfest.

Obwohl der Garten teilweise hergerichtet und lange daran festgehalten wurde, das Gartenfest im Freien abzuhalten, wurde aufgrund des unbeständigen Wetters das Gartenfest schlussendlich in die Halle verlegt. Dies war natürlich schade, da unter anderem auch im Rahmen des Gottesdienstes der neu errichtete Pavillon eingeweiht werden sollte. So hielt Pfarrer Dr. Johnson Kalathinkal den Gottesdienst, der vom Juki-Chor musikalisch umrahmt wurde, in der Halle ab, ging danach nach draußen und segnete im Anschluss den Pavillon sowie den ebenfalls neu errichteten Skaterplatz.

Danach betraten die Mietinger Musikanten die Bühne und spielten an diesem Abend auf und sorgten für musikalische Unterhaltung und Stimmung. Für Stimmung und Kurzweile sorgte auch das in diesem Jahr erstmals präsentierte Maßkrugschieben. Jeder der Teilnehmer erhielt dabei eine mit Bier gefüllte Maß. Die Aufgabe war diese Maß auf einer waagerechten, glatten Holzbahn soweit wie möglich zu „schieben“. Doch da die Bahn am Ende offen war und die Maß samt Bier in einen darunter befindlichen, mit Stroh gefüllten Behälter fallen konnte, hieß es zumindest für den, der sein Bier noch trinken wollte, diese Kante nicht zu überschreiten. Sechs Kandidaten stellten sich der Aufgabe; darunter auch Bürgermeister Robert Hochdorfer und der Architekt des Pavillons, Dirk Hübner. In drei Durchgängen traten die Teilnehmer gegeneinander an. Dabei wurden jeweils die Weiten gemessen und addiert. Als bester „Maßkrugschieber“ stellte sich August Denzel heraus, der auch als einziger noch sein Maß trinken konnte. Alle anderen Kandidaten hatten mindestens einmal zu viel Schwung in ihrem Schub, so dass die Maß das Maß der Bahn überschritt und von der Kante fiel.

Am Sonntag unterhielten dann zum Frühschoppen und zur Mittagszeit die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Gutenzell die sehr zahlreich erschienen Gäste. Dazu servierte die Vereinsküche verschiedene Köstlichkeiten.

Spätestens zur Mittagszeit wurde die Entscheidung ,die Dorfhockete in die Halle zu verlegen, bestätigt, als Petrus seine Schleusen kräftig öffnete. Der Stimmung in der Festhalle tat dies jedoch keinen Abbruch. Zum Familiennachmittag präsentierte sich der Nachwuchs des Musikvereins. Zuerst durfte die Blockflötengruppe, danach das Vororchester „Bläseralarm“ und zum Abschluss das Gemeinschaftsjugendblasorchester Mietingen-Schönebürg mit ihren musikalischen Darbietungen die Gäste verwöhnen. Den Ausklang des Gartenfests bestritten dann noch Musikerinnen und Musiker des gastgebenden Musikvereins, bevor es am Abend hieß, die deutsche Fußballnationalmannschaft zum vierten WM-Titel anzufeuern – wie hinlänglich bekannt mit Erfolg.

Copyright