Musikkapelle “roggt” die Festhalle

Sehr zahlreich folgten die Gäste am vergangenen Sonntag der Einladung des Musikvereins „Lyra“ Mietingen zu seinem diesjährigen Jahreskonzert in der Mietinger Festhalle. Dieser bedankte sich im Gegenzug mit einem abwechslungsreichen, anspruchsvollen Konzertabend für ihr Kommen.

Der 1. Vorsitzende des Musikvereins, Alexander Schuhmacher, freute sich in seiner Begrüßung über die so zahlreich erschienen Gäste und übergab im Anschluss das Wort an Brigitte Braun, die im weiteren Verlauf des Abends die Zuhörer auf die einzelnen Musikstücke einstimmte.
Schwungvoll eröffnete das Gemeinschaftsjugendblasorchester Mietingen-Schönebürg unter der Leitung von Jugenddirigent Gerhard Rogg den Konzertabend mit der kleinen Sinfonie „Aika“ von Ton Verhiel. In unterhaltsamer Weise wurde dabei auf musikalische Weise ein gewöhnlicher Tag im Leben eines Hundes beschrieben.
Einen Ausflug in die moderne Popmusik machten die Jungmusikerinnen und Musiker mit ihrem zweiten präsentierten Stück „Skyfall“, der Filmmusik zum bisher letzten James-Bond-Film. Einen musikalischen Gegensatz zu den modernen Klängen bildete dazu der im Anschluss vorgetragene, für eine Blasmusikkapelle typische „Picador March“ von John Philip Sousa.
Reichlich Applaus ernteten die jungen Musiker als Anerkennung für ihre vollbrachte Leistung von den Zuhörerinnen und Zuhörern, so dass diese sich im Gegenzug bei ihnen wiederum mit dem Pophit „Pokerface“ und sich damit an diesem Abend vom Publikum verabschiedeten.
Mit Robert Sheldons Eröffnungswerk „Choreography“ startete das große Blasorchester des Mietinger Musikvereins mit ihrem Dirigenten Gerhard Rogg seinen Teil des Konzerts.
Im Anschluss daran durften die Musikerinnen und Musiker ihr Können mit dem im Jahr 1909 von Gustav Holst geschriebenen Werk „First Suite in Es“, welches eigens für Blasorchester geschrieben wurde aber für die damalige Zeit ein revolutionäres Stück war, unter Beweis stellen. Holst wollte sich damit vor allem von den überwiegenden Programmmusikkompositionen für Blasmusikbesetzungen entfernen und die Tradition mit rein sinfonischer Blasmusik brechen. Der kompositorische Stil von Gustav Holst unterscheidet sich deutlich von dem anderer Komponisten seiner Zeit und stellt gerade heute ein Vorbild für viele zeitgenössische Komponisten dar.
Zur Ouvertüre „Canticle of the Saints“ von Ed Huckeby, die das Blasorchester danach präsentierte, wurde Huckeby durch das Gebet „Sonnengesang“, das vom heiligen Franz von Assisi im 13. Jahrhundert geschrieben wurde, inspiriert .
In die Gegenwart zurück versetzt wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer mit der Filmmusik „La Storia“ des zeitgenössischen niederländischen Komponisten und Musikers Jacob de Haan. Mit diesem eingängigen Stück wurden die Gäste zugleich in die Konzertpause verabschiedet.
Nach der kurzen Unterbrechung ging es dann ebenso wie vor der Pause mit zeitgenössischer Musik weiter. Das von den Mietinger Musikerinnen und Musikern vorgetragene und von Steven Reineke komponierte Werk „Rise oft the Firebird“ stellt ein beeindruckendes und dynamisches, im Fanfarenstil komponiertes Stück dar.

Mit Freude konnte dann der erste Vorsitzende Alexander Schuhmacher die Ehrungen ankündigen. Wurden doch in diesem Jahr wieder 11 Musikerinnen und Musiker für ihr aktiven Musizierens und Schaffens geehrt (separater Bericht folgt).
Im Anschluss daran erklangen Melodien aus dem von Michael Kunze getexteten und von Sylvester Levay musikalisch in Szene gesetzten Musical „Mozart“, das die Musikstile Rock, Pop und Klassik miteinander verbindet. Die Geschichte des Musicals basiert dabei auf der Lebensgeschichte von Wolfgang Amadeus Mozart.
Zum Abschluss des Konzerts rockte dann das Mietinger Blasorchester die Festhalle mit dem von Wolfgang Wössner zusammengestellten Bon Jovi-Medley. Die Freude und Begeisterung war dabei speziell bei den jungen Musikern bereits während des musikalischen Vortrags anzusehen. Mit den Melodien von „It’s my life“, „Runaway“, „Livin‘ on an prayer“ sowie „You give love a bad name“ ließen es die Mietinger Musikerinnen und Musiker zum Abschluss krachen und ernteten dafür begeisterten Beifall.
Als Dankeschön gab es im Gegenzug für den zahlreichen Applaus noch den Marsch „Salemonia“ und zur Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit das Lied „Macht hoch die Tür“, zu dem die Gäste zum Mitsingen animiert wurden.
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