"Gipfeltreffen" bei der Prunksitzung

Präsident Trump,Kanzlerin Merkel und eine Rockband sorgten bei der Prunksitzung in Mietingen am vergangenen Samstag für beste Laune in der voll besetzten Narrenhalle. Eine wiedereinmal geniale Bütt und zwölf junge Gardetänzerinnen sorgten außerdem für eine Show im großen Stil.

 

Mit der Hofkapelle vorweg zog der Elferrat mit Präsident Günne I. pünktlich um 19.30 Uhr in die Mietinger Narrenhalle ein. Ein buntes Programm mit vielen Krachern sorgte den ganzen Abend hinweg für ausgelassene Stimmung. Ohne eine Schlüsselübergabe durch den „Schultes“, Bürgermeister Robert Hochdorfer können die Narren aber nicht walten. Wie „great“ Mietingen im letzten Jahr gewesen sei rappte, nein reimte der hippe Gangster Hochdorfer und übergab den Schlüssel gut gelaunt dem Präsidenten.

Zu den heißen Beats von „Summernight Rock“ boten die Damen des Mietinger Hofballets eine grandiose Tanzeinlage. Daniela Ackermann, Leonie Birk, Sarah Birk, Marion Birk, Nicole Birk,Teresa Dobler, Lorena Rolser, Elina Rolser, Nadja Ruf, Nicole Schick, Anna Wilhelm sowie Silvia Wolfmaier brachten die Halle zum Beben und wurden natürlich nicht ohne eine Zugabe von der Bühne gelassen. Zur Serienmelodie „Wir sind die Kinder vom Süderhof“, die inzwischen auch ein Partyhit ist, performten die zwölf Damen dann ihren zweiten Tanz und wurden unter viel Applaus und Jubel von der Bühne verabschiedet.

>Jeder der schonmal ein Konzert besucht hat, weiß wie wichtig der optimale Sound dabei ist. Das das Finden des richtigen Sounds auch durchaus erheiternd sein kann zeigten die Akteure der Programmnummer „Die Soundchecker“. Hubert Birk alias Karl der Tontechniker hatte seine liebe Müh die Stars der Rockerbande in den richtigen Klang zu bringen. Der Sänger ,verkörpert von Achim Heinz, zweifelte zunächst an den Kompetenzen der Tonmanns während Jochen Ruf der Gittarrist den Soundcheck für Solos aus Rock und Klassik nutzte.

Ob rockige oder sanfte Töne, alles war im Reportoir von Armin Ruf, der Keyborder der „harten“ Truppe. Dass die richtige Vorbereitung, sprich harte Probearbeit alles sein kann, erfuhren die Narren bei der „eintönigen“, da mit einem Zupfer erledigten, Einstellung der Bassgitarre von Andreas Schick. Bei den Backround Sängerinnen Verena Birk und Alisa Lichtensteiger standen nicht nur wohligen Klänge sondern auch Huster im Mittelpunkt der Performance. Ein Akteur der Soundchecker wurde nicht nur für seine Schlagzeugakrobatik auf der Bühne gefeiert. Hermann Rolser erhielt als Zweiter in der Geschichte der Mietinger Fasnet einen Orden. Seit 30 Jahren ist Rolser nichtmehr von der Narrenbühne wegzudenken und verkörpert Jahr für Jahr verschiedenste Charaktere. Nachdem der optimale Sound der Band nach vielen Lachern des närrischen Publiums gefunden war wurde gemeinsam der Hit „Hulapalu“ beklatscht und besungen.

Längst eine Legende des Mietinger Karneval ist Herbert Denzel mit seinen einmaligen Büttenreden. Wie auch in den vielen Jahren zuvor erntete Denzel für seine Bütt wieder stehende Ovationen. Unvergleichlich seine Art aktuelle Geschehnisse aus aller Welt und vorallem der Gemeinde in Reim und Witz zu verpacken.

Neben kritischen Tönen zum „Trumpeltier“ und der Biberpolitik des Landratsamtes hatte Denzel wieder jede Menge erheiternde Geschichten der Dorfbewohner zu berichten. Einen Ortsplan schenkte er einem Zugezogenen, der mangels Adresse und Ortskenntnissen das ganze Dorf nach zwei Mitfahrern abfahren musste. Als dieser das Taxi für zwei „Meisterfeier geschädigte“ Fußballer spielen wollte, war der schon vor vielen Jahren zugezogene Mietinger über 30 Minuten im ganzen Dorf auf der Suche nach den Fahrgästen und erheiterte mit seiner Geschichte so die Narren der Mietinger Prunksitzung. Auch die Erzählungen über schmerzhafte Nachwehen der letztjährigen Kinderfasnet und dem Verwechseln des eigenen neuen Ford mit dem BMW eines Fremden, wie einem Mietinger Ehepaar geschehen, ließ das närrische Volk lachen und schmunzeln.

Zwischen den Programmpunkten sorgte die Hofkapelle mit Gerald Berg, der im Outfit der verhinderten Dirigentin Corinna Grismar begeisterte, für ausgelassene Stimmung in der Narrenhalle.

Großes war zu erwarten beim letzten Programmpunkt, der den Titel „Das Gipfeltreffen“ trug. Keine geringeren als Donald Trump, Angela Merkel und Bürgermeister Robert Hochdorfer , dargestellt von Josef Braun, Sandra Glenzinger und Uwe Bracknies, waren zu Gast in Mietingen und kamen im bald schließenden Gasthaus zum „Grünen Baum“ zusammen.

Gastwirtin Ruth Kobsch, gespielt von Alexander Schuhmacher, verköstigte dabei die prominenten Gäste auf ihre ganz eigene Art. Zwei Pianisten die zur Unterhaltung der berühmten Drei gar die Hosen fallen liesen, hatte die Wirtin extra engagiert. Dass der neue Präsident der USA seine Mauerbaupläne nochmals überdenken sollte versuchte Frau Merkel ihm mit einer lustigen Truppe mexikanischer Musiker, die von Armin und Jochen Ruf, Manuel Bogenrieder sowie Andreas Siebert verkörpert wurden, aufzuzeigen. Bürgermeister Hochdorfer hingegen pries Trump die hiesigen Firmen und ihre Kompetenzen im Bereich Grenzbauten an und versuchte für diese ein paar Aufträge an Land zu ziehen. Nach dem Rap „Ich und mein Trump“ verabschiedeten sich die VIPs des Gipfeltreffens mit allen anderen Akteuren von ihrem närrischen Publikum.
Die Band W.O.X. Entertainment unterhielt das närrische Volk dann noch bis in die Nacht hinein. Nach einem unterhaltsamen Programm konnte dann auch ausgelassen gefeiert und getanzt werden

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