Alphörner und Orchester begeistern ihr Publikum

Einen sehr besinnlichen und ebenso unterhaltenden Abend konnten die Besucher des Jahreskonzerts des Musikverein Lyra Mietingen am vergangenen Sonntag erleben. Ein spannende Mischung aus schnellen Rhythmen und lieblichen Melodien lies das Publikum in der vollen Festhalle begeistert zurück.


Das Gemeinschaftsjugendorchester Mietingen-Schönebürg eröffnete den Abend sehr gekonnt und erstmalig unter der Leitung von Jugenddirigent Marek Scheliga mit dem Stück „Alpine Adventure“. Er forderte auch in den nachfolgenden beiden Stücken einiges von seinen jungen Nachwuchsmusikern, die dabei zeigten wie gut sie schon in ihrem Orchester harmonieren. Auch Solopassagen in den einzelnen Registern wurden bravourös gemeistert. Die Anerkennung für ihre starken Darbietungen erhielten die Jugendlichen und ihr Dirigent durch das Publikum welches gar zwei Zugaben einforderte.

Imposant eröffnet wurde dann der zweite Konzertteil vom großen Blasorchester der Lyra unter der Leitung von Corinna Grismar. „Fanfare: The Benefaction from Sky and Mother Earth“ versetzte die Besucher sofort in Spannung und auch gleich in freudige Erwartung auf die nächsten Stücke. Die nicht unbekannte Ouvertüre „Dichter und Bauer“ aus der Feder von Franz von Suppé überraschte sicherlich den ein oder anderen Zuhörer. Erwartet hier doch mancher ein nicht leicht zugängiges Stück, so schafften es die Lyra Musiker mit hervorragender Intonation und einer sehr gefühlvollen Darbietung ihre Zuhörer sofort in die Geschichte der Ouvertüre zu versetzen.

Auch die gekonnten Einführungen von Ansagerin Brigitte Angele sorgten im Laufe des Abends dafür das die Konzertbesucher die Geschichten und Vertonungen der einzelnen Stücke leicht verstehen und Nachvollziehen konnten. Ein Stück das von Wechseln spanischer Rhythmen und Klängen einer kirchlichen Prozession geprägt war boten die Musiker im Anschluss dar. „Sa Musica“ von Jacob de Haan stellte so die Geschichte und das Leben auf der Insel Mallorca dar und lies die Besucher des Abends gespannt lauschen.

Nach der Pause starteten die Musikanten in den weiteren Abend mit der allseits bekannten Titelmelodie zum Hollywood Film „Forrest Gump“. Die sanfte Melodie die zunächst von den Flöten vorgestellt wurde und am Piano/Keyboard von Musiker Armin Ruf wunderschön untermalt wurde, ging dem Zuhörer sofort ins Ohr und bewegte diese auch sichtlich.Drei Gäste wurden im Stück „Klang der Alpen“ zu einer sehr schönen Ergänzung des Orchesterklangs. Die drei Alphorn Spieler Sabrina Grismar, Klaus Vinzelberg und Alexander Rupp begleiteten das Orchester im Stück „Klang der Alpen“ des bekannten Komponisten Kurt Gäble. Impressionen, Traditionen und Visionen wurden durch den Klang eines plätschernden Bergflusses, dem Klingen der Kuhglocken und einer Mischung aus traditioneller und moderner Blasmusik wunderbar dargestellt und mit dem Alpenjodler der Alphörner abgerundet.

Erster Vorsitzender Alexander Schuhmacher unterbrach an dieser Stelle den Konzertabend für die Ehrungen verdienter Musiker welche in diesem Jahr stolze 335 Ehrenjahre beinhaltete (siehe seperater Bericht). Doch zuvor hatte sich noch ein anderer Redner angekündigt. Martin Beck von der Bürgerstiftung überraschte den Musikverein mit seiner Ansprache. Nach einem Spendenaufruf des Vereins in den vergangenen Wochen, zu Gunsten einer Anschaffung einer Vereinsfahne für das Kreismusikfest 2020 das der Verein anlässlich seines 100-jährigen Bestehens feiert, überreichte Martin Beck im Namen der Ulf-Prümmer-Bürgerstiftung dem Verein einen Scheck über 500€ um dieses Projekt zu unterstützen. Sichtlich gerührt und begeistert spendeten die Musikerinnen und Musiker hierfür stehende Ovationen und ihr Vorsitzender Alexander Schuhmacher bedankte sich sehr herzlich für die tolle Unterstützung durch diese Spende.

Nach den Ehrungen und Dankesworten beschlossen die Lyra Musiker ihren Konzertabend mit einem doch anspruchsvollen Stück im Arrangement von Gert Buitenuis. „Riverdance“ begann mit einer sanften keltischen Melodie die solistisch von Flügelhornspieler Jochen Ruf vorgetragen wurde und ging in flotte irische Tanztakte über. Klarinetten, Saxophone, Holzbässe und Querflöten hatten dabei neben dem hohen Blechsatz keinen einfachen Part denn Sie stellten die irischen Stepptänzer dar und mussten mit ihrer sehr flotten fließenden Melodie die auch technisch sehr anspruchsvoll war alles geben, meisterten dies aber bravourös und das Publikum spürte und sah wie stolz die Dirigentin Corinna Grismar und ihre Musikanten auf ihren Vortrag waren. Sie sparten daher nicht an Applaus und forderten zu Recht eine Zugabe ein die die Musikanten in Form des Konzertmarsches „Mars der Medici“ gerne gaben. Doch entlassen wollte das Publikum ihre Künstler auch dann noch nicht. Bei „Begegnungen“ von Kurt Gäble begleiteten die drei Alphorn Spieler das Orchester auf der Bühne nochmals. Besinnlich und ergreifenden verabschiedete sich das Orchester mit diesem Stück von seinem Publikum das den Konzertabend durchweg genossen hatte und so perfekt für die Adventszeit eingestimmt wurde.

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