99. Generalversammlung - Ein Blick zurück und mehr noch in die Zukunft

„ZWANZIG ZWANZIG“ steht dem Musikverein Mietingen mit seinem 100-jährigen Jubiläum und der damit verbundenen Ausrichtung des Kreismusikfestes Großes bevor. Doch neben dem Blick nach Vorne wurde auch das vergangene, ereignisreiche Vereinsjahr bei der 99.Generalversammlung Revue passieren lassen.

Nach einleitenden Musikstücken der Jugendkapelle des Vereins eröffnete der erste Vorsitzende Alexander Schuhmacher die 99. Generalversammlung des Musikvereins, die im Mietiger Sportheim stattfand.

Brigitte Angele, Schriftführerin des Vereins berichtete in ihrem, durch eine Präsentation von Pressewartin Anita Schuhmacher begleiteten Vortrag über Veranstaltungen und Auftritte des vergangenen Jahres, sowie die diversen Tätigkeiten der Vorstandschaft. Kassier Dietmar Jerg gab mit seinem Bericht des Kassenführers einen Rückblick auf die Finanzen des zurückliegenden Jahres. Trotz eines negativen Ergebnisses am Jahresende zeigte er sich zufrieden. Erste finanzielle Posten, die eigentlich den Ausgaben für das Kreismusikfest 2020 zuzurechnen sind, sorgten für ein Minus von rund 6000Euro in der Vereinskasse. Auch Kassenprüfer Berthold Berg lobte den Kassenführer und die Vorstandschaft und bestätigte die saubere und akkurate Buchführung des Kassiers Jerg. Einzig die Änderungen der Kontoführungsgebühren erwähnte Berg kritisch. Die bisher durch mehrere Konten sauber getrennten Buchungen seien künftig nichtmehr möglich, da sich der Verein die bisherige Anzahl der Konten schlicht nichtmehr leisten kann und wolle.

Jugendleiterin Manuela Eiberle gab in ihrem Bericht Informationen zum aktuellen Sachstand der Jugend- und Ausbildungsarbeit. Besonderes anerkennendes Lob hatte sie dabei für die Teilnehmer an den D-Lehrgängen, den Marie Wilhelm mit einer Theorieprüfung mit 60 von 60 möglichen Punkten und einem Gesamtabschluss „sehr gut“ mit 98,5 von 100 Punkten bestand. Insgesamt lobte Eiberle ihre Nachwuchsmusiker und danke auch dem Jugendausschuss für sein Schaffen und Wirken. Doch nicht nur Jugendliche seien im Musikverein in Ausbildung, es finden sich auch einige Erwachsene, die eine Ausbildung an einem Musikinstrument durchlaufen, so Eiberle weshalb sie eigentlich nicht nur von Jungmusikern, sondern lieber von Musikern in Ausbildung sprechen wolle.

Unter Punkt fünf der Tagesordnungspunkte stand der Bericht der Dirigentin Corinna Grismar an. Sie fühle sich nach wie vor extrem wohl in Mietingen und sei stolz zur „Lyra“ zu gehören und die Musiker leiten zu dürfen. Allerdings hatte Sie auch mahnende und kritische Töne im Rückblick auf das Jahr 2018 zu nennen. Konzentration und Engagement in der Probenarbeit sei unerlässlich auch wenn es „nur“ ein Hobby sei im Musikverein zu spielen. Sie hofft hier im neuen Jahr auf einen frischeren, fokussierten Start der Proben trotz der vielen anstehenden Planungen hinsichtlich des Kreismusikfestes. Für das maximale fehlen an drei Proben konnte Sie neun Musikerinnen und Musiker mit einem Musikerglas ehren. Karin Link und Alexander Saiger schafften es gar keine einzige der 48 Proben im vergangenen Jahr zu versäumen.

Auch der Bericht des ersten Vorsitzenden Alexander Schuhmacher war gezeichnet von Rückblicken und Ausblicken auf 2020. Die Zahl der aktiven Musiker, ohne in Ausbildung befindende, knackte die 100 und liegt aktuell bei 101 Musikerinnen und Musikern, die Anzahl der passiven Mitglieder blieb weiter konstant bei 188. Mit vielen repräsentativen Auftritten, der Ausrichtung des Vorständetags 2019 und vielen weiteren Terminen steht das Jahr voll im Zeichen des Kreismusikfestes. Doch Schuhmacher stimmte nicht nur euphorische sondern auch nachdenkliche Töne an. Mit der Prüfung von polizeilichen Führungszeugnissen und der Datenschutzgrundverordnung kommen immer mehr bürokratische Tätigkeiten auf die Ehrenamtlichen zu. Dies sei sehr schade, da dies oft ablenke von den eigentlichen Aufgaben die ein Ehrenamt im Musikverein mit sich bringe. So sieht er eine Änderung der Satzung im kommenden Jahr für unabdingbar, um unter anderem künftig die Möglichkeit einer Drei-Mann-Vorstandschaft zu geben.

Dass diese dreier Spitze aber noch Zukunftsmusik bleiben werde bestätigte er bei den anschließend von Armin Ruf durchgeführten Wahlen. Schuhmacher wurde hierbei einstimmig für weitere drei Jahre in seinem Amt als erster Vorsitzender bestätigt. Vor den Wahlen schlug der stellvertretende Bürgermeister Paul Glaser, der an diesem Abend den verhinderten Bürgermeister Hochdorfer vertrat, die Vorstandschaft zur Entlastung vor, was von den Anwesenden einstimmig angenommen wurde. In seiner kurzen Ansprache betonte er die Bedeutung des Musikvereins im Ort, der große Beiträge zur Jugendarbeit und Außenwirkung des Ortes beitrage. Das beim Kreismusikfest die ganze Gemeinde gefragt sei stehe außer Frage. Er versprach das Bürgermeister, Gemeinderat und Bauhof immer auf kurzen Wegen erreichbar seien und ein offenes Ohr haben werden was viel Beifall erhielt.

Neben dem ersten Vorsitzenden wurden bei den Wahlen die Beisitzer Ingrid Hofmann und Josef Kempter, Pressewartin Anita Schuhmacher und Kassenprüfer Berthold Berg ebenfalls für drei weitere Jahre in ihren Ämtern bestätigt. Beisitzer Bernhard Bailer wurde auf zwei weitere Jahre gewählt, um damit die 20jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft zu erreichen. Als neues Mitglied im Gremium wurde als zweiter Kassenprüfer in Abwesenheit Hans Deeng auf drei Jahre gewählt. In Hinsicht auf das Kreismusikfest sollen die vermehrten Buchungen und Aufgaben im finanziellen Bereich besser gestemmt werden können. Wahlleiter Armin Ruf lobte die Kontinuität in der Vorstandschaft und auch der erste Vorsitzende sprach Lob und Dank an sein Team aus und freute sich die nächsten Jahre mit der „super Truppe“ weiter wirken zu können. Bevor Schuhmacher im Anschluss die Generalversammlung abschloss, ergriff Ehrenmitglied Arthur Berg noch „spontan“ das Wort und sorgte mit kleinen Reimen und Anekdoten für einen heiteren Abschluss der 99. Generalversammlung der „Lyra“ Mietingen.

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